Heute wollen wir Euch von unserer gestrigen kleinen Wanderung zur Eppzirler Alm berichten… bei Sonne-Wolken-Mix und ca. 25°C und kaum Wind der perfekte Tag für den Saisonauftakt der Bergtouren in diesem Jahr.

Los ging es in Gießenbach nahe Scharnitz (Tirol), ab 12 Uhr Parken für 3,-€ auf dem Parkplatz direkt vor den Bahngleisen. Von hier weg dauert es ziemlich genau 2 Stunden bis zur Eppzirler Alm bei leichter Steigung (etwas über 400 Höhenmeter).

Beeindruckende Felsformationen gleich zu Beginn zeigen die besondere Beschaffenheit des Karwendels.
Die erste Hälfte des Aufstiegs begleitet einen der laut rauschende Gießenbach…
… entlang der sehr einfach zu laufenden Forststraße.
Der Gießenbach führt im Mai und Juni viel Wasser aufgrund der Schneeschmelze, dieses Jahr besonders spät.
Immer wieder gibt es nette kleine Fotomotive…
… so wie dieses hier.
Blick auf den Solstein… nach der Eppzirler Alm kann man bis auf den Solstein weiter wandern (ca. 3,5 Sunden bis zum Solsteinhaus ab der Eppzirler Alm und nochmal 2 Stunden zum Gipfel)
Gerade um die Mittagszeit läuft man viel in der Sonne, unbedingt ausreichend Getränke mitnehmen, Kopfbedeckung aufsetzen und mit Sonnenschutz einschmieren!
Kleine Pause mit Blick auf das Ende des Tals… hier genießt man nach einer Stunde Begleitung durch das Rauschen des Gießenbachs die Ruhe.
Sagenhaft: gegen Ende des Tals eröffnen sich weite, sonnige Flächen (teils mit Schmelzwasser geflutet), in der Ferne das Rauschen mehrerer kleiner Wasserfälle.
Am Ende des Tals quert man dieses große Kiesbett, welches einen sehr guten Eindruck über die Kraft des hier zeitweise fließenden Wassers vermittelt.
Und dann kommt sie in Sicht: die Eppzirler Alm am Ende des Tals!

Mit großer Vorfreude, Hunger und Durst kamen wir nach 2 Stunden bei der Eppzirler Alm an. Zwischenzeitlich dachten wir, wir wären scheller unterwegs gewesen, aber wie immer ziehen sich die letzten Höhenmeter dann doch ziemlich in die Länge.

Bis hierhin war es eine wunderschöne und interessante Wanderung, dann aber kam das für mich aufgrund der Vorfreude sehr enttäuschende Ende: die Eppzirler Alm an sich ist groß, weitläufig und bietet einen sehr schönen Blick. Mehrere Gebäude und sogar eine kleine Kapelle stehen auf dem Areal. Aber die Bewirtung war unterirdisch: nur zwei Tische standen draußen, zu trinken gabs nur gespritzte Säfte und Zipfer-Bier aus der Flasche (keinerlei Weißbier, nur sauren Radler), zu Essen gabs Käsesemmeln oder Frankfurter mit Senf, die Toiletten waren wegen einem durch den Schnee eingedrückten Vordach nicht begehbar.

Die sehr freundliche Pächterin (ostdeutscher Akzent) erklärte auch entschuldigend, dass ihr Mann am Morgen einen Unfall hatte und sich mit einem Unterschenkelbruch im Krankenhaus befände. Da haben wir natürlich Verständnis, und trotzdem erwartet man am 01. Juni des Jahres etwas mehr… die Hütte war weder hergerichtet noch ausreichend bestückt oder betriebsbereit.

Generell machte es den Eindruck, als seien die Pächter eben erst angekommen… keine Tische draußen, kein Sonnenschutz, so gut wie kein Essen oder Getränke zur Auswahl. Auch wenn es der erste offiziell offene Tag der Alm war und in Anbetracht der Umstände: es wäre besser gewesen, mit der Eröffnung noch bis zur Betriebsbereitschaft zu warten! So ist man voller Vorfreude auf ein gescheites Essen und ein gutes Bier auf der Tiroler Alm doch ganz schön enttäuscht…

Trotzdem war die Wanderung toll! Beim nächsten Mal nehmen wir uns aber lieber was zu Essen mit…

2 Replies to “Eppzirler Alm”

  1. Lieber Chris und Sabrina wunderschöne Bilder von eurer tollen Tour sehr beeindruckend hat uns super gefallen und danke sehr Glg v Mama u Papa

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: